Montag, 15. April 2013

Farbenspiele









Ich habe ein bisschen mit Wolle und Farben experimentiert. Zuerst mit ein paar Knäuel naturfarbener Sockenwolle (die ich schon in meinem Wollekorb hatte) und Ostereierfarben. Das ist eigentlich ganz einfach:
- Wolle zu einem Strang aufwickeln (Profis machen das mit einer Haspel, für Laien tun es auch zwei Stuhllehnen)
- Stränge in Wasser mit einem guten Schuss Essig einige Stunden einweichen
- Ein tiefes Backblech mit ein paar Schichten Klarsichtfolie auslegen
- Stränge aus dem Essigwasser nehmen, ein bisschen ausdrücken und auf das Klarsichtfolienblech legen
- die Ostereierfarbe nach Anweisung anrühren
- mit einer Schöpfkelle (oder einem Löffel) die Farbe je nach Wunsch und Kreativität auf den Wollestrang träufeln (evtl. Strang umdrehen und auch die Rückseite färben)
- den Strang in der Klarsichtfolie einschlagen, das Päckchen in eine Mikrowellenform legen und 3 Minuten bei 650 Watt in der Mikrowelle fixieren
- Wolle abkühlen lassen (Wichtig! Die ist knalleheiß!) und überschüssige Farbe ausspülen
- gefärbe Stränge zum Trocknen aufhängen und später zum Knäuel aufwickeln
- schöne Socken (oder wasauchimmer) stricken

Das waren meine ersten Stränge:



Der hier gefiel mir zuerst gar nicht. Zu bunt (war für meinen Mann gedacht, der mag es bunter) und ich hatte vergessen, den Strang umzudrehen, sodass die Vorderseite viel mehr Farbe abbekam, als die Rückseite.












Hier war ich dann schon sparsamer in der Farbauswahl. Die dunklen Stellen waren ein Überraschungsei (passend zur Ostereierfarbe), eine Mischung aus rot und blau. Das sollte eigentlich Lila ergeben, es wurde jedoch zuerst grau, später dann sogar grünlich.
So richtig überzeugt war ich nicht davon, aber ich wartete einfach mal ab.








Als Knäuel sah die Wolle dann gar nicht mehr so schrecklich bunt aus. Deutlich zu sehen war jedoch, dass eines linken Knäuels dunkler ist, als das andere - eben Vorder- und Rückseite des ersten Färbeversuchs.





Dementsprechen wurden auch die gestrickten Socken etwas unterschiedlich in der Farbe, aber nun ja, das war halt mein erster Versuch mit handgefärbter Wolle.










Das zweite Paar Socken ist dann schon nicht mehr unterschiedlich. Ich habe da mit einem kleinen Zopfmuster experimentiert.










Tja, jetzt hatte mich dann doch die Färbelust gepackt und so habe ich mir ein paar weiße Sockenwolleknäuel gekauft und eine Flasche von unserem selbstgemachten (zuckerfreien) Saft von schwarzen Johannisbeeren geopfert. Das Glas habe ich zwei Tage in die Sonne gestellt, anschließend habe ich die Wolle aber trotzdem nochmal in die Mikrowelle gepackt.




Das Ergebnis war ein sehr zart altrosa gefärbter Wollstrang. Den Farbverlauf habe ich wie folgt hinbekommen:
- zuerst den Saft ins Glas geben
- dann den unteren Strangteil eine Weile einlegen
- nach einiger Zeit vorsichtig das Glas mit Wasser auffüllen
- vorsichtig das obere Strangteil ins Glas legen











Mit einer Probepackung an richtigen Säurefarben für Wolle habe ich dann die restliche weiße Sockenwolle gefärbt. Dabei habe ich *hust* die höchst komplizierte Färbeanleitung ignoriert und alles wie mit den Ostereierfarben gehandhabt.

Die Ergebnisse sind dafür aber gar nicht schlecht geworden, oder? *g*




Ich freue mich jetzt schon darauf, daraus etwas zu stricken. Aber ich habe gerade noch etwas anderes auf den Nadeln.










Donnerstag, 14. Februar 2013

Kosmetikfasten

Ich faste. Nein, ich verzichte nicht auf Essen oder Süßigkeiten (letzteres größtenteils schon aber das schon seit Mitte Januar) sondern auf Kosmetik- und Drogeriegedöns.


Von Aschermitwoch bis Ostern möchte ich weder Handcreme noch Lidschatten oder Nagellack kaufen. Auch kein Duschgel und Haarshampoo oder Bodylotion. Die einzige Ausnahme genehmige ich, wenn eine Produkgruppe komplett leer geworden ist.

Ich befürchte, dass das bis Ostern nicht vorkommen wird, denn meine Lagermöglichkeiten im Badezimmer sind bis zum Überquellen gefüllt. Das ist ja auch der Grund, weshalb ich auf die Idee gekommen bin, die Fastenzeit dazu zu nützen, endlich mal die ganzen Dinge zu benutzen, die ich schon habe, anstatt immer neues Zeugs zu kaufen. Und auch, weil mein Mann neulich meinte, ich wäre Kosmetiksüchtig geworden. Leichte Anzeichen dafür habe ich tatsächlich bemerkt.

Sobald jemand irgendwo ein neues, ganz tolles Produkt anpreist oder einer der bekannten Kandidaten irgendwelche Sonderaktionen, freie Versandkosten oder Rabatte avisiert, werde ich schwach. Letztens hat L'Occitane mal wieder auf Facebook eine Handcreme "verschenkt". Um diese Handcreme zu bekommen, musste ich aber von denen etwas bestellen. Also habe ich noch dieses und jenes dazu gepackt, alles Dinge, die ich noch in reichlicher Menge zu Hause habe. Letztlich für 40 € eingekauft, um eine Minihandcreme geschenkt zu bekommen. DOH!

Jetzt ist also erst einmal Schluss damit.

Und gleich wird mir eine große Prüfung auferlegt. Gestern Abend fand ich nämlich eine Benachrichtigungskarte von DHL im Briefkasten. Mein Päckchen aus Großbritannien ist endlich eingetroffen und ich kann es heute Abend abholen. Darin ist ... wie könnte es anders sein ... Kosmetikzeugs.
Eine Nagellackfarbe, die ich unbedingt haben wollte und die es in Deutschland nicht gibt. Und weil ich gerade beim Bestellen war, auch noch ein Pinselset und ein Parfüm. Bestellt hatte ich das schon Mitte Januar, es fällt also eigentlich nicht in mein Fastenvorhaben.

Allerdings werde ich das Päckchen nur kurz öffnen, den Inhalt kontrollieren und dann bis Ostern wegpacken, als Belohnung für mein Durchhaltevermögen. *aufmunterndnick*